Rugbyherren ungeschlagener Nord-Ost-Meister

Mit einem dominanten 45 : 10 Sieg gegen den RK 03 Berlin sicherte sich die 1. XV von Hannover 78 am vergangenen Samstag die Nord/Ost-Meisterschaft und zieht somit ins Bundesliga-Halbfinale ein.

Die 78er starteten druckvoll und setzten sich bereits nach dem Antritt tief in der Hälfte der Hausherren fest, konnten jedoch kein Kapital aus den gegebenen Chancen schlagen.

Nach einem Straftritt gegen die Gastgeber verwandelte Piosik einen Kick zum Goal und brachte 78 mit 00 : 03 erstmals in Führung. Kurz darauf spielte die Hintermannschaft einen schönen Angriff auf außen und Schohr legte zum 00 : 08 aus Sicht der 78er ab. Piosik verwandelte von ganz außen zum 00 : 10.

RK 03 nutzte im Anschluss ihre Dominanz im Gedränge als Plattform für einen Gegenschlag, konnte jedoch auf Grund stark verteidigender 78er keinen Weg ins gegnerische Malfeld finden. Stattdessen holten die Gäste zum Doppelschlag kurz vor der Pause aus. Als erstes nutze 78 einen Turnover in der eigenen Hälfte zum Gegenangriff und erhöhte durch Versuch und Erhöhung auf 00 : 17. Nach dem Widerantritt fanden die 78er erneut eine Lücke und legten zum 00 : 22 ab. Piosik erhöhte sicher zum 00 : 24 Pausenstand.

Die Berliner starteten deutlich wacher in die zweite Hälfte des Spiels und hatten so das Spielgeschehen klar in der Hand. Nach mehreren Stürmerphasen konnten die Gastgeber so zu ihrem ersten Versuch ins Malfeld der Gäste zum 05 : 24 eintauchen. Allerdings erwies sich die Verteidigung der 78er im Anschluss als Bollwerk, sodass keine weiteren Punkte auf Seiten der Hausherren zugelassen wurden. Hannover 78 nutzte stattdessen erneut einen Turnover zum Konter und legte zum 00 : 29 ab. Piosik erhöhte zum 05 : 31.

Dieser Versuch sollte ein Weckruf für die 78er sein, die direkt im Anschluss erneut zum Versuch einliefen und so das Ergebnis auf 05 : 38 erhöhten.

Kurz vor Schluss gelang dann sicherlich der Versuch des Jahres aus Sicht der 78er. Nach einem erneuten Turnover tief in der eigenen Hälfte brach Schohr auf außen mehrere Tackles und legte sich dann den Ball selbst per Kick vor. Nach gewonnenem Sprintduell gelang es Schohr dann kurz vor der Auslinie den Ball zu kontrollieren und zum 05 : 43 abzulegen. Piosik blieb bei seiner makellosen Kickquote und verwandelte zum 05 : 45.

Das letzte Wort der Partie sollten jedoch die Hausherren haben. Duwe brach in letzter Minute durch die Verteidigungslinie der Gäste und legte Mitte Goal zum 10 : 45 Endstand ab.

Hervorzuheben ist neben der aufopferungsvollen Verteidigung aller Spieler insbesondere die Leistung von Jungspund Mahir Kaya, der 80 Minuten lang auf der Haklerposition ein grandioses Spiel machte.

(von Sebastian Sievers)